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Neuro-Linguistisches Programmieren (NLP)

 




Die Entstehung


 

Mitte der siebziger Jahre machten sich die Naturwissenschaftler John Grinder und Richard Bandler auf den Weg, um bedeutende Therapeuten kennenzulernen und herauszufinden, worin das Geheimnis ihres Erfolges besteht. Sie waren bei Milton Erikson, dem legendären Hypnotherapeuten, bei Fritz Perls, dem Begründer der Gestalttherapie, bei Virginia Satir, "Mutter" der systemischen Familientherapie und, nicht zuletzt, bei Gregory Bateson, dem Erforscher des menschlichen Geistes.

Auf dieser Grundlage lehrten und beschrieben sie dann eine Essenz ausgewählter, wirksamer Vorgehensweisen und Prinzipien und nannten dieses Projekt „Neuro-Linguistisches Programmieren“. Dem Wortsinn nach hat diese Bezeichnung folgende Bedeutung:

 

 

Neuro: Damit ist gemeint unser Gehirn und Nervensystem, das Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken, das Erinnern und das Phantasieren. Es schließt unsere ganze sinnliche Erfahrung mit ein.


Linguistisch: Dieser Begriff beschreibt unsere Sprache, mit der wir Erfahrungen codieren, zu geistigen Landkarten verknüpfen und miteinander austauschen. Nicht nur die Sprache der Worte gehört dazu, auch die des Körpers, der Augen, Gesten, Symbole, Schrift - alles, was uns Botschaften übermittelt.


Programmieren: Dies meint den Prozess des Lernens durch sinnvoll aufeinander aufbauende Erfahrungen. Das Lernen, um das es hierbei geht, ist stets die Ergänzung bekannter Wege durch neue, hilfreiche und lebensfördernde. Es meint mehr Wahlmöglichkeiten zur Lebensgestaltung, anstelle von Eingrenzung, von der es ja in unserer Erfahrung genug gibt.

 

 

 

Das NLP durchlief mehrere Generationen oder Entwicklungsstufen:

 

  1. NLP-Generation  1972 - 1978: Bandler und Grinder untersuchen Perls, Satir und Erickson.
  2. NLP-Generation 1979 – 1985: der Schwerpunkt liegt auf der Erarbeitung von NLP-Formaten.
  3. NLP-Generation 1986 – 1992: Glaubenssysteme, Werte, Meta-Programme, Zeitorganisation
  4. NLP-Generation 1993 – 1999: Die Entwicklung des Selbst und des Wesentlichen.


Während NLP`ler der ersten drei Generationen noch stark in den Superlativen gefangen waren und eine Gesellschaft von Gewinnern mit Allmachts- und Größenphantasien förderten, ist die 4. Generation zur Besinnung gekommen. Jetzt wird verstanden, dass jeder Mensch einzigartig ist, in seiner Art, in seinen Zielen, Werten, Einstellungen, Gedanken und Gefühlen. Es steht nicht mehr der schnelle Erfolg mit dem Supergewinn im Vordergrund, sondern die Orientierung am Wesentlichen und an den höheren Werten des Menschen. Es geht nicht mehr um den großen Amerikanischen Traum: „vom Tellerwäscher zum Millionär“, sondern um das Erkennen der vorhandenen Schönheit und den seelischen Entwicklungsmöglichkeiten in jedem Menschen.



Die Grundannahmen

       


Die NLP-Axiome, die durchgängig auf ein hoffnungsvolles, humanistisches Menschenbild verweisen, sind als nicht überprüfbare Grundannahmen tragende Elemente des NLP.

 

Als wichtigste Annahmen gelten:

 

  • Jeder Mensch ist einzigartig und hat sein eigenes Modell von der Welt.
  • Die Landkarte ist nicht die Landschaft.
  • Menschen treffen jeweils die beste ihnen zur Verfügung stehende Wahl.
  • Menschen verfügen über alle Ressourcen, die sie brauchen.
  • Der positive Wert jedes Individuums ist konstant.
  • Das Universum ist so groß, wie die Fähigkeit, es wahrzunehmen.
  • Für jedes Verhalten gibt es einen Kontext, in dem es nützlich und sinnvoll ist.
  • Respektiere alle Botschaften.

 

 

 

Worum geht es?



Im NLP geht es darum, unser Erleben von uns selbst und unserer Umwelt so zu verändern, dass neue Wahlmöglichkeiten und Handlungsspielräume entstehen. Hierzu werden bisher verborgene, eigene Potentiale bewusst gemacht und genutzt.


Ziel des NLP ist es, Menschen den Zugang zu ihren Kraftquellen und ihrer Intuition zu ermöglichen. NLP zeigt Wege, uns unserer selbst und unserer Wirkungen bewusst zu werden.